Sonntag, 1. August 2010

Kinderschutzfibel von Prof. Adolf Gallwitz


Du schützt dich und deine Freunde:


Zusammen mit deinen Freunden achtest du darauf,
was um euch herum passiert.

Halte dich möglichst immer dort auf, wo auch
andere Menschen sind.

Schäme dich nie dafür, Angst zu haben.
Deine Angst kann dein Leben retten.

Du kannst „Hilfe“ schreien, Hilfe holen und weglaufen.

Du kannst deinen Eltern alles erzählen.

Wenn dich jemand anspricht, wenn dir etwas auffällt,
wenn du etwas erlebst, erzählst du es deinen Eltern.

Fremde sind alle Menschen, die deine Eltern
nicht kennen.

Wer deinen Namen oder den Namen deiner Eltern
kennt, ist immer noch ein Fremder.

Du steigst nicht zu Fremden ins Auto.

Du unterhältst dich nicht mit Fremden und lässt
dir keine Aufträge geben.

Du gibst Fremden weder deinen Namen noch
deine Adresse, auch nicht im Internet.

Du bestimmst, wer dich anfassen darf.

Wenn du dich mit Personen treffen willst, die du im
Internet kennen gelernt hast, sprichst du darüber
vorher mit deinen Eltern.

Du lässt dich nur anfassen, wenn du es möchtest.

Du sagst laut „Nein“, wenn du dich unwohl fühlst.




Du hast Rechte:


Keiner kann dir einfach etwas befehlen, nur weil er
älter ist als du!

Nur manche Erwachsene können dir überhaupt
etwas sagen.

Wenn du dich unwohl fühlst, wenn du Angst hast,
hast du das Recht, „Nein“ zu sagen.

Niemand hat das Recht, etwas von dir zu verlangen,
was du nicht möchtest.

Dein Namen und deine Adresse gehen nur
deinen Lehrer und die Polizei etwas an.




Du hast gute Gewohnheiten:


Du benutzt nur Wege in die Schule oder zu Freunden,
die deine Eltern kennen.

Du gehst immer die gleichen Wege in die Schule
oder zu Freunden.

Du weißt, wo du deine Freunde findest.

Du spielst nicht in Gegenden, in denen wenige andere
Menschen sind.

Du beobachtest deine Umgebung, du bist wachsam.

Wenn du ungewöhnliche Dinge siehst, läufst du nach
Hause oder in ein Geschäft.

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